Tarifvertrag elektrohandwerk niedersachsen

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Gleichzeitig wiederholte der Gewerkschafter die Forderung, nicht nur die Unternehmen, sondern auch die direkt Betroffenen bei Kurzarbeit von den Sozialversicherungsbeiträgen zu entlasten. Dies würde bedeuten, dass die betroffenen Arbeitnehmer nicht 40 Prozent verlieren würden, sondern – je nach Tarifvertrag – nur fünf bis 15 Prozent ihres Nettoeinkommens, sagte Hofmann. Wollen die deutschen Arbeitgeber im Metall- und Elektrosektor (M+E) nach wie vor Kerninstitutionen einer koordinierten Marktwirtschaft unterstützen und sind dazu in der Lage? Basierend auf Denkmitteln, die in einer Reihe von Experteninterviews gesammelt wurden, die 2017 und 2018 mit Arbeitgeberverbänden durchgeführt wurden, argumentieren wir, dass Sozialpartnerschaft, Tarifverhandlungen und strategische Koordinierung über Organisationen immer noch Teil des bevorzugten Modus operandi dieser Arbeitgeber sind. Darüber hinaus argumentieren wir, dass neue Formen der Vereinszugehörigkeit, die unternehmensbasierte, aber oft kollektive Lösungen ermöglichen, die die Organisationsfähigkeit der Arbeitgeberverbände eher stabilisiert als untergraben haben. Als solche liefern wir unterstützende Beweise für mehrere Kernprämissen, die mit dem Ansatz der Varieties of Capitalism verbunden sind. Wir identifizieren aber auch Trends zu mehr Flexibilisierung, Dezentralisierung und systemischer Volatilität in diesem System, da viele kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere in Ostdeutschland, ohne Verbandsmitgliedschaft bleiben. Die Tarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie laufen Ende März aus. Für Sachsen-Anhalt, das ebenfalls rund 12.000 Beschäftigte hat und zum höheren Bezirkstarifbezirk der IG Metall gehört, beginnen die Verhandlungen am 17. März. In Hannover verhandeln Gewerkschaftsvertreter seit drei Wochen mit den Arbeitgebern über die 80.000 Beschäftigten im niedersächsischen Tarifgebiet.

Niedersachsenmetall-Chef Volker Schmidt sprach von einer schwierigen Situation: “Wir stehen vor dem größten Strukturbruch, den wir in der führenden Branche in Niedersachsen, der Automobilindustrie, hatten.” Darüber hinaus betrifft der aktuelle Konjunkturabschwung im Maschinenbau eine Reihe von Unternehmen. Für die rund 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie laufen seit Donnerstag in Nordrhein-Westfalen Tarifverhandlungen.

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