Tarifvertrag groß und außenhandel berlin 2019

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IndustriALL und Inditex, einer der weltweit größten Bekleidungshändler, haben sich zur Einrichtung eines globalen Gewerkschaftskomitees bereit erklärt, um bewährte Verfahren in der gesamten Branche auszutauschen. Von 2006 bis 2017 ging das geschlechtsspezifische Lohngefälle in Deutschland von 22,3 % auf 21 % zurück. In Westdeutschland ging sie um 0,5% zurück (von 23,9% auf 22,5%), in Ostdeutschland um 0-1% (von 5,6% auf 6,7%). Die sehr unterschiedlichen Entwicklungen sind auf das frühere Modell der männlichen Brotgewinner im Westen, das Vermächtnis eines hohen Anteils von Müttern, die kurz teilzeitbeschäftigt sind, auf kinderbetreuungseinrichtungen und eine starke Lohnlücke zwischen männerdominierten Sektoren mit hoher Tariferstattung und frauendominierten Sektoren mit geringer Abdeckung zurückzuführen. In Ostdeutschland ist das Zeitgefälle zwischen Männern und Frauen gering, und die Tarifbindung beider Geschlechter ist gering. Das Statistische Bundesamt stellt fest, dass Frauen von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns etwas mehr profitiert haben als Männer. Destatis (2019), Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen unverändert bei 21%, 14. März 2019. Jüngste Zahlen der Gewerkschaftszugehörigkeit zeigen unterschiedliche Tendenzen: deutliche Anzeichen einer Erholung (in berufs- und sektoralen Gewerkschaften in privatisierten Unternehmen und im öffentlichen Sektor); Stabilität aufgrund starker Organisationsaktivitäten (Metall und Maschinen); und anhaltenden Rückgang aufgrund von Umstrukturierungen (im Baugewerbe, chemie und bergbau). Darüber hinaus stehen eine Reihe kleiner Berufsgewerkschaften im Wettbewerb mit den etablierten Akteuren. Die Mitgliederzahlen stiegen für die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst, blieben für die IG Metall stabil und gingen für die Dienstleistungsgewerkschaft (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di) nur leicht zurück. Die Mitgliederzahl in Denser-Gewerkschaften, die Sektoren mit hohem Anteil ausländischer und entsandter Arbeitnehmer vertreten, sowie in traditionellen Sektoren, die rückläufig sind, ging zurück. Mehr als hundert H&M-Lieferanten, die Hunderttausende von Arbeitnehmern beschäftigen, nahmen an gemeinsamen Workshops teil, die von IndustriALL und dem schwedischen Bekleidungsunternehmen H&M organisiert wurden, um die globale Rahmenvereinbarung (GFA) und deren Umsetzung zu diskutieren.

Nichts aber von den DGB-Mitgliedsverbänden beauftragt, Tarifverhandlungen mit Arbeitgebern der Leiharbeitsbranche zu führen. Wie bei den Gewerkschaften haben die Arbeitgeberorganisationen das Recht, Tarifverhandlungen zu führen, wenn sie von ihren Mitgliedern dazu betraut werden und tariflich als gesetzliche Aufgabe bezeichnet wird (Abschnitt 2 des Tarifgesetzes).

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